Dienstag, 22. Dezember 2015

Star Wars - Spoilergespickte Review mit Spekulationen und eigenen Theorien




Also um es gleich vorweg zu sagen: Wer den Film noch nicht gesehen hat, der hat hier NICHTS VERLOREN. Erst anschauen, dann gerne diese Review lesen oder sich die Spoilerfreie Review durchlesen. Hier werde ich davon ausgehen, dass der Leser den Film kennt und mich daher nicht um Spoiler kümmern, also nochmal: FINGER WEG! Wer sich jetzt noch über Spoiler beschwert, dem kann ich auch nicht helfen...


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Ich war heute im Kino, nicht zum ersten Mal im Jahr 2015, aber zum zweiten Mal in Star Wars - Das Erwachen der Macht. Das Angenehme an zweiten Kinobesuchen ist, dass man den ersten WOW-Effekt hinter sich hat, die Story bekannt ist und man sich Zeit nehmen kann, um auf Details zu achten und um sich Gedanken über den Film zu machen.


Ich habe was die Qualität des Films angeht eigentlich nicht viel zu meiner spoilerfreien Review hinzu zu fügen, höchstens, dass mir General Hux beim zweiten Mal irgendwie besser gefallen hat. Ich habe keine Ahnung woran das liegt.


Ich fange aber am besten mal ganz vorne an und ich meine GANZ vorne. Logischerweise fehlt die Fox Fanfare und ich persönlich finde die Entscheidung sehr gut, sie gar nicht erst ersetzen zu wollen, sondern einfach weg zu lassen, in Stille das Lucasfilm Logo zu zeigen, dann "Es war einmal...." und dann den STAR WARS - Schriftzug auf der Kinoleinwand explodieren zu lassen, jedenfalls empfinde ich das jedes mal so. Jeder Versuch die Fox Fanfare zu ersetzen wäre zum Scheitern verurteilt gewesen und hätte nur wie ein schwächerer Abklatsch gewirkt.


Der Rolltext ist einfach schön in 3D anzusehen, das einzige was mir bei beiden Besuchen aufgefallen ist, ist dass die Musik irgendwie nicht so bombastisch reinhaut, es ist zwar die normale Star Wars Musik, aber wenn man das mal mit der Abmischung aus dem ersten Teaser vergleicht, dann knallt die Musik im Teaser deutlich mehr.


Kommen wir zur mit Abstand missverstandensten Figur des gesamten Films: Kylo Ren alias Ben Solo. Die Überschrift über seiner Figur könnte lauten: Demontage. Wenn man dieser Tage das Internet durchforstet, dann hört man so oft: Milchbubi, lame, sobald er die Maske abgenommen hat, musste ich lachen, etc. JA EBEN! Das ist ja gerade der Punkt bei dieser Figur. Kylo Ren ist NICHT der Oberschurke in diesem Film. Aber eines nach dem anderen.

In der ersten Szene in der man ihn sieht wirkt er wie die Wiedergeburt von Darth Vader, dunkle Maske, tut böse Dinge, kurz, der totale Badass. Poe Dameron feuert auf ihn und er hält den Blasterschuss mitten in der Luft auf und hält ihn mühelos fest bis er ihn dann am Ende der Szene verpuffen lässt. Man ist als Zuschauer schwer beeindruckt und überhört beim ersten Mal die ganzen Hinweise des Mannes, den er ermordet, Lor San Tekka.




Dieser sagt nämlioch zu ihm, dass er nicht der dunklen Seite entspringt wie die First Order, sondern einen anderen Ursprung hat. Der anschließende Mord Rens an ihm wirkte gerade beim zweiten Mal eher wie Trotz als Kaltblütigkeit. "Ein trotziger Sith?", denkt man sich. Eben nicht, denn Kylo Ren ist kein Sith, die Sith starben mit Imperator Sheev Palpatine, denn Darth Vader war zu diesem Zeitpunkt wieder zurück ins Licht getreten. Kylo Ren gehört den Knights of Ren an, einem neuen Orden, über dessen Motive uns der Film ziemlich im Unklaren lässt. Das einzige was man erfährt ist, dass der mysteriöse Supreme Leader Snoke ihr Meister ist und sie offenbar für den Untergang von Luke Skywalkers neuen Jedi Orden waren.


Aber zurück zu Kylo Ren. Etwas später erhält er die Nachricht dass der gesuchte Droide und 2 Flüchtlinge fliehen konnten und seine Reaktion ist ein Randaleakt, der einen an einen wütenden zwölfjährigen erinnert. Ein weiteres Stück vom Lack ist ab und man beginnt immer mehr an seiner Macht zu zweifeln. Auf mich wirkte er zunehmend unsicher und verzweifelt, weil seine Pläne ins Leere laufen. Noch etwas später wendet er sich sogar hilfesuchend an die ziemlich ramponierte Darth Vader Maske und spricht sie an mit: "Ich werde beenden was Du begonnen hast, Großvater." Ein weiterer Splitter vom Lack ab, denn der Zuschauer erfährt nicht nur, dass wir es mit dem Enkel von Anakin Skywalker zu tun haben, sondern was eigentlich viel wichtiger ist, dass dieser Enkel offenbar keine Ahnung hat wie die Geschichte von Darth Vader ausgegangen ist. Ein mächtiger dunkler Jedi, bzw Knight of Ren, der falsche Informationen nicht erkennt, oder der belogen worden ist? Kein Badass! Auch spricht er vom Sog der Hellen Seite, er schwankt also total hin und her und wirkte auf mich noch unsicherer. Diese Unsicherheit wird übrigens auch angedeutet wenn man sich mal seine Waffe anschaut. Oberflächlich betrachtet soll sie natürlich beeindrucken und ich persönlich finde dieses Kreuzdesign ziemlich cool, aber die Waffe knistert und flackert an den Rändern total.


Für die damaligen Sith und auch für die Jedi war es ein wichtiger Teil ihrer Reifeprüfung, sich eine eigene Waffe zu erschaffen. Im Zuge dessen mussten die Machtkristalle mit Hilfe der Macht genau ausgerichtet sein, um die Laserklinge zu erhalten.


Kylo Ren ist weder das eine, noch das andere, aber er scheint diese Prüfung gerade so mit einer 4 minus bestanden zu haben, denn wie gesagt, seine Waffe flackert und knistert, als wären die Kristalle nicht präzise ausgerichtet, um eine ruhige Klinge zu erhalten wie sie Darth Vader oder Darth Sidious oder Darth Maul oder Darth Tyranus hatten. Natürlich wirkt die Waffe cool, aber eigentlich ist sie unsauber hergestellt worden von Ren. Es scheint als legten die Knights of Ren nicht viel Wert auf Perfektion.


Dann kommt der Moment wo ihn Rey herausfordert durch die Äußerung, er würde sich hinter einer Maske verstecken, was absolut der Fall ist, wie wir kurz darauf sehen. Er nimmt die Maske ab und man erwartet ein entstelltes Darth Vader Gesicht, aber nein, Kylo Ren sieht völlig normal aus. Er trägt die Maske gar nicht weil er sie benötigt, um Entstellungen zu verbergen wie Palpatine oder um zu Überleben wie Darth Vader, er trägt sie... na ja um böse zu wirken. Das hatte keiner der dunklen Machtnutzer die wir je gesehen haben nötig und setzt ein dickes Ausrufezeichen hinter Rens Unsicherheit. Er wirkt noch weniger bedrohlich. Rey kann ihm sogar widerstehen, was man in der ersten Folterszene von Poe Dameron noch nicht geglaubt hätte. Sie schaut ihn sogar an und sagt ihm ins Gesicht, dass er Angst hat, niemals so mächtig zu sein wie Darth Vader es war. Sie trifft damit den Nagel auf den Kopf.

Nach Reys Flucht wirkt die Randale von Kylo Ren die er veranstaltet umso unreifer, die Szene wirkt als stünde man vor einem Kinderzimmer in dem ein trotziger kleiner Junge seine Spielsachen kaputt schlägt.

Als schließlich sein Vater Han Solo auf ihn trifft und Kylo Ren erst nach Aufforderung seines Vaters die Maske abnimmt, da er sie nicht braucht, kommen dem total verunsicherten Ben Solo sogar kurz die Tränen. Es wird klar, dass er von Snoke von hinten bis vorne belogen und manipuliert worden ist. Kurz hat man die Hoffnung, dass er zurück auf die helle Seite kommt und somit Han das selbe bei seinem Sohn schafft wie Luke seinerzeit bei seinem Vater. Aber Ren entscheidet sich dafür eine weitere Brücke hinter sich abzureißen, indem er seinen Vater ermordet. Als er dann von Chewie angeschossen wird, obwohl er seine Waffe gezündet hatte zeigt erneut die mangelnden Fähigkeiten. Als es dann kurz darauf draußen zum Kampf kommt, kann selbst der im Schwertkampf völlig untrainierte Fynn ein paar Runden gegen Kylo Ren bestehen, wobei dieser bei genauerem Hinsehen eher mit seiner Verletzung beschäftigt ist und wieder beginnt zu posen. Erst als die Macht in Rey endgültig erwacht ist kommt es zum beiderseitig unbeholfenen Schlagabtausch. Beide sind nicht besonders gut im Kampf mit dem Lichtschwert ausgebildet. Nein auch Kylo Ren nicht, er beherrscht zwar ein paar nette Bewegungen, aber er kämpft sehr ineffektiv und kann die sehr defensiven Rey, die die Hälfte vom Kampf eher davon läuft, nicht bezwingen. Im Gegenteil, er verliert haushoch und nur eine aufreißende Erdspalte verhindert die finale Konfrontation. Kylo Ren bleibt zurück und Snoke kündigt schon an, dass er dringend Kylos Training abschließen muss.


All das zeigt für mich die Unreife und Zerrissenheit der Figur des Kylo Ren und meiner Ansicht nach ist in kommenden Filmen alles möglich. Er könnte durch Episode 7 entstellt zu dem fiesen Oberschurken werden, der er immer schon sein wollte oder aber er erkennt Snokes Lügen und wird auf die helle Seite zurück kehren. Das könnte man in mehreren Phasen machen, praktisch den umgekehrten Prozess wie der von Anakin in den Prequels. Wer weiß wie es mit ihm weiter geht. Aus all diesen Gründen halte ich die Figur nicht für eine Fehlbesetzung, sondern für auf den Punkt genau getroffen.

Als nächstes wollte ich noch kurz etwas zu Rey und danach zu Snoke sagen, denn der Text hier wird länger und länger.


Ich habe bei Rey den Verdacht, dass sie eine Skywalker ist, entweder Leias oder Lukes Tochter. Nach dem Film halte ich Luke als Vater für die wahrscheinlichste Variante. Sie ist laut Roman 19, also rund 10 Jahre jünger als Kylo Ren. Meine Theorie zu ihr ist, dass sie als Kind bis etwa 10 Jahre zuvor zur Jedi ausgebildet wurde, als die Knights of Ren den neuen Orden ausgelöscht haben und Rey auf Jakku zurück gelassen worden ist. Zunächst hat sich Lor San Tekka um sie gekümmert, was man im Flashback gut hört, denn da kann man seine Stimme erkennen, die zur kleinen Rey spricht. Offenbar wurde ihre Erinnerung mit Hilfe der Macht blockiert. Dass die Macht großen Einfluss auf den Geist hat ist nicht nur bekannt, wir sehen es auch an der Machtfolter von Kylo Ren.


Rey ist also keineswegs ein unbeschriebenes Blatt was die Künste der Jedi angeht. Die heftigen Fanbeschwerden, dass sie das alles gar nicht können kann wären demnach ein wenig voreilig, aber wir werden sehen. Am Ende des Films wirkt für mich Lukes Blick auch eher wie ein "Verdammt, es ist so weit, wenn Du hier bist, muss einiges passiert sein". Überrascht wirkt er auf mich keineswegs.

Supreme Leader Snoke ist bis dato noch die Carte Blanche in dem Spiel mit dem wir wenig anfangen können. Man sieht nur eine ziemlich deformierte Gestalt auf einem Hologramm, dass ihn 20 Meter groß darstellt. Ist er wirklich so groß? Ich halte es für unwahrscheinlich, auch der Imperator hatte überlebensgroße Hologramme. Es würde mich nicht wundern, wenn Snoke eher winzig wäre und in Episode 8 gewissermaßen das finstere Pendant zu Yoda für Kylo Ren wird.


Müsste ich wetten, dann würde ich sagen, er ist so groß wie Yoda.^^


Abschließend die Frage: Ist Episode 7 ein Remake von Episode 4? Nein, auf keinen Fall, natürlich bedient es sich der gleichen Motive, aber es ist charakteristisch für die komplette Reihe, dass sich die Geschichte wiederholt. Es ist eher eine Verneigung vor der klassischen Trilogie. Einfach nur zu sagen: "Alles das selbe, nichts neues.", zeugt für mich von Ignoranz. Klar habe ich die Fanbrille auf, aber auch objektiv betrachtet bietet der Film Unterhaltung auf hohem Niveau. Und damit will ich an dieser Stelle erst einmal schließen.


Möge die Macht mit euch sein!














Donnerstag, 17. Dezember 2015

Star Wars - Das Erwachen der Macht - Spoilerfreie Review

Das hier ist mein erstes Review zu Star Wars - Das Erwachen der Macht, das ich komplett ohne Spoiler schreibe. Man kann es also bedenkenlos lesen, wenn man den Film noch nicht gesehen hat. In den kommenden Tagen werde ich auch noch eine Spoiler-Review posten bei der ich voraussetze, dass man den Film kennt, aber gleichzeitig warnen werde, sie NUR DANN zu lesen, wenn man im Film war. Hier also die spoilerfreie Review:

Ich bin wieder 9 Jahre alt, bzw. ich war gestern im Kino wieder 9 Jahre alt. Der Film ging los, der Rolltext lief und ich war für über 2 Stunden wieder ein kleiner Junge. Ich war hin und weg. Natürlich habe ich gerade was Star Wars angeht eine rosarote Fanbrille auf, es wäre extrem schwer gewesen mich zu enttäuschen, aber ich hatte bei diesem Film sehr selten nur  dieses "Da sehe ich mal drüber hinweg" - Gefühl, dass ich zwar auch bei der klassischen Trilogie auch hatte, aber eben leider in den Episoden I - III umso öfter. ("Bist Du ein Engel?" "Midiclorianer"  "Es gab keinen Vater." Jar Jar tritt in Scheiße, riecht einen Furz "Hat die Liebe dich blind gemacht?") Nicht falsch verstehen, ich mag die Prequeltrilogie und bin absolut der Meinung, dass sie ihr Daseinsrecht hat und sie hat mir auch sehr viel Spaß gemacht, aber der neue Star Wars Film spielt gerade was Charaktertiefe angeht in einer ganz anderen Liga. Ich will jetzt nicht genau erklären, warum, denn ich sage NICHTS zur Story. Ich finde die emotionalen Szenen im Film sogar noch eine Idee besser ausgearbeitet als in den Originalfilmen wo eine Leia kaum mit der Wimper zuckt, als ihr Heimatplanet mitsamt ihren ganzen Angehörigen vernichtet wird.

Des weiteren verzichtet der Film dankenswerterweise auf eine Ewok- oder Jar Jar- oder Episode 2 - C3Po Figur, sprich ein dummes Comicrelief, das sehr schlechte Slapstickgags abspult und man ernsthaft am Geschmack des Autors zweifelt. Man hatte seit Episode VI irgendwie das Gefühl, als habe sich der gute Herr Lucas die Gags von seinen Kindern schreiben lassen. Der Humor in Episode VII sitzt da deutlich besser und passt meiner Ansicht nach prima rein.

Der Cast macht bis auf eine einzige Fehlbesetzung seinen Job wirklich gut. Die Fehlbesetzung ist meiner Meinung nach Domhnall Gleeson als General Hux, der leider wie ein alberner Milchbubi auf mich gewirkt hat, aber dankenswerterweise wenig Screentime hatte. Wenn man einen Talkin-Ersatz wollte, dann hätte man besser ihn mit Max von Sydow besetzt, denn dessen Auftritt ist reichlich verschwendet.

Am besten haben mir Daisy Ridley und John Boyega gefallen, sie bringen wirklich gut die Konflikte und Verletzungen ihrer Charaktere durch und man ist instant auf ihrer Seite.

Adam Driver wird teilweise kritisiert, weil er eher lasch rüber kommt und auch wenig erwachsen, ich finde aber, dass genau das der Punkt ist, weitere Erklärungen im Spoilerreview.

Ich LIEBE BB-8, von wegen neuer Jar Jar, diese Doppelkugel ist mein absoluter Lieblingsdroide geworden,

Die Effekte haben mir ausnahmslos sehr gut gefallen, auch wenn man das heutzutage mittlerweile voraussetzen kann, denn das ist gerade wenn einem ILM gehört nun wirklich nur noch eine Geldfrage. Auch supreme Leader Snoke sehe ich nicht wie mein guter Kumpel, der Herr Watchman vom Watchman Science Fiction Blog nicht als CGI-Ausfall, sondern es handelt sich um ein Hologramm und daher wirkt es so künstlich.

Das 3D war sehr gut eingesetzt, hat nicht gestört und an mancher Stelle für ein Zusammenzucken gesorgt. Es gibt da eine Stelle wo der neue Sternenzerstörer direkt von vorne gezeigt wird und das Ding aus der Kinoleinwand zu kommen scheint, so muss 3D!

Ich kann bei diesem Film nur eine klare Anschauempfehlung geben. Natürlich gibt es zahlreiche Kommentare, die diesen Film regelrecht hassen, aber je größer der Hype, desto schwerer ist es eben allen Erwartungen gerecht zu werden. Man sollte unvoreingenommen an den Film herangehen. Aber manche Leute hüten ihre Classic Trilogy wie den heiligen Gral und jeder der etwas neues versucht wird nachgerade inquisitorisch gehatet. Was soll's ich hab Spaß und gehe nächste Woche noch einmal ins Kino!^^

Mittwoch, 16. September 2015

Review: Star Wars 1 Variant + Gratiscomic

Das Comic gab es als Variant Cover zusammen mit einem Gratisheft im Doppelpack.

2015 verspricht ein super tolles Star Wars Jahr zu werden. Nicht nur erscheint der heiß erwartete 7. Teil der Saga, es erscheinen zahlreiche neue Toys,nein .... auch die alte Star Wars Serie hat ausgedient, zusammen mit dem Rest des kompletten Expand Universe.

Der Aufschrei unter den Fans war natürlich groß, wenngleich ich diesen Schritt nachvollziehen kann, denn wenn man ein so gigantisches Franchise fortsetzen will, dann würde man sich einiges ans Bein binden, wenn man alle 900+ Comics und ca. 300 Romane, die es zu Star Wars mittlerweile gibt, berücksichtigen will. Ich kann es nachvollziehen, aber die Meinungen gehen da auseinander.

Der Wegfall des Star Wars EU hatte auch einen Reboot der Star Wars Comicserie zur Folge, die im Januar im Hause Marvel gestartet ist... Schon praktisch so eine Disney-Tochter.^^

Mit Star Wars # 1 liegt nun von Panini die erste Ausgabe bestehend aus den US-Heften #1 und #2 der "Skywalker strikes" Story vor.

Die Geschichte beginnt nach Episode IV als ein Schiff mit einem Abgesandten von Jabba dem Hutten auf Cymoon 1, der corellianischen Industriewelt ankommt. Dieser Abgesandte namens Han Solo soll im Namen Jabbas über Nachschublieferungen für die automatische Waffenfabrik des Imperiums verhandeln. Mit von der Partie sind auch noch andere alte Bekannte und ein schwarzer Herr schaut ebenfalls noch vorbei. Natürlich handelt es sich um einen Undercover-Einsatz...

Mehr mag ich von der Geschichte nicht verraten, nur so viel, dass sie ein großartiger Auftakt zur neuen Reihe ist, schön viel Action enthält und mir persönlich tierischen spaß gemacht hat. Den Zeichenstil fand ich super schön und detailliert.

Als Extra zum Variantcover gab es noch eine Gratisbeilage mit dem ersten Teil der Leia-Serie in der sich Leia aufmacht, um die Überlebenden von Alderaan in der Galaxis zu sammeln. Die Geschichte beginnt auf Yavin 4 ein paar Tage nach der Schlacht. Zunächst will General Dodonna Leia nicht gehen lassen und so muss sie die Sache eben selbst in die Hand nehmen.

Auch hier gefällt mir das Artwork und die Geschichte ausnehmend gut und ich bin schon ziemlich gespannt auf den ersten Paperback-Band der Leia Serie mit den ersten 5 Teilen.

Als zweite Bonusgeschichte gibt es noch "Ring Rennen" aus der Serie Star Wars Rebels. In dieser Geschichte kommen Kanan Jarrus und seine Leute auf der Osiris Station an, um Ersatzteile für die Ghost zu kaufen, denn die benötigt nach einem Gefecht mit ein paar Tie Jägern einer Reparatur. Um die Teile zu bezahlen und um nicht an das Imperium ausgeliefert zu werden werden sie vom Stationsbesitzer Galus Vez gezwungen ein Rennen zu fliegen, den so genannten Narrenlauf.

Ein Rennen, um Ersatzteile zu bezahlen und die Freiheit zu bekommen... wo habe ich das schon mal gehört. Die Rebels Geschichte hat mich persönlich jetzt nicht vom Hocker gerissen, aber was soll's war gratis. Der Zeichenstil ist eher Cartoonartig und an die TV-Serie angelehnt.

Alles in allem war es die 7 Euro wert, die das Variant gekostet hat. Ich freue mich schon auf die nächsten Hefte.

Freitag, 17. Juli 2015

Kleiner Man ganz groß? Ant-Man Review


Kaum zu glauben, aber mit Ant-Man hat Marvel nun das Duzend in seinem Cinematic Universe vollgemacht. Nach dem bombastischen Abschluss von Phase 2 und bevor mit Civil War Phase 3 startet, steht Ant-Man gewissermaßen zwischen den Stühlen. Das merkt man dem Film leider auch ein wenig an. Ich habe das Gefühl, als hätte sich Marvel damals mit der Ankündigung von Ant-Man in eine Sackgasse manövriert und anstatt es einfach zu lassen den Film dann auf Biegen und Brechen heraus gebracht.

Nicht falsch verstehen, es handelt sich nicht um einen miesen Film, die Effekte sind wie man es bei Marvel gewohnt ist absolut tadellos, aber so richtig zünden will der Film auch nicht.

Worum geht es?

Wir erfahren, dass Dr. Hank Pym früher als Ant-Man für Recht und Ordnung gesorgt hat (jedenfalls wird das angedeutet) Ende der 80er hatte er sein Kostüm komplett an den Nagel gehängt und weigert sich das Geheimnis des Pym-Partikels Preis zu geben. Jenes Partikel erlaubt es Gegenstände durch Manipulation der molekularen Zwischenräume zu schrumpfen und wieder zu vergrößern. Nach dem Tod seiner Frau hat er wie gesagt das Kostüm an den Nagel gehängt und es vor der Welt verborgen, weil es zu gefährlich sei.

Sein ehemaliger Protegé und Nachfolger in seinem Unternehmen Darren Cross arbeitet eifrig an seinem eigenen Anzug, dem Yellowjacket, den er meistbietend verkaufen will. Um ihn aufzuhalten heuert Dr. Pym den Meisterdieb Scott Lang an, um als neuer Ant-Man die Sache in Ordnung zu bringen.

So weit so gut, ohne viel zu spoilern.

Wie hat mir der Film denn nun gefallen? Wenn man die Marvel-Messlatte anlegt, dann bleibt er weit hinter einem Guardians oft the Galaxy oder Avengers - Age of Ultron zurück, persönlich würde ich ihn bei den schwächeren Filmen einordnen, also eher bei Iron Man 2. Die Motivation der Figuren ist irgendwie nicht so ganz nachvollziehbar,

Paul Rudd macht seinen Job zwar sehr gut, aber er erinnert mich total an Ryan Reynolds in Green Lantern. Michael Douglas liefert einen soliden Dr. Pym, der Antagonist ist für meinen Geschmack ein bisschen arg farblos, er erinnert mich an eine Mischung aus Lex Luthor und Shinzon aus Star Trek Nemesis. Nicht wirklich mies, aber irgendwie austauschbar.

Ziemlich hölzern fand ich Evangeline Lily als Pyms Tochter Hope Van Dyne. Auch wirkt sie als Figur nicht wirklich ausgereift, was macht sie? Berufstochter mit Kampfsport-Ausbildung. Ihre Motivation ist für mich schwer zu fassen und gewisse Handlungen wirken out-of-character.

Spaß gemacht haben natürlich die Schrumpf-Effekte und die Ameisenmanöver. Der Film fängt sehr lahm, fast schon langweilig an, dann macht er Spaß ab der Stelle in der Scott Lang den Anzug „erhält“, dann kommt das „Große Ding“ im Film, in dem ein Raub… pardon Diebstahl, geplant und ausgeführt wird. Der Schlusskampf ist jedoch zwar visuell ansprechend, aber vorhersehbar und warum Yellowjacket nun ausgerechnet so handelt (ich mag nicht spoilern), ist jedenfalls mir nicht ganz klar gewesen.

War Winter Soldier ein Comic-Polit-Thriller und Guardians oft the Galaxy eine Comic-Space-Opera, haben wir es hier mit einer Art Comicversion von Mission Impossible oder Ocean’s Eleven zu tun, was so lange wie der „Coup“ dauert auch wundervoll funktioniert und Spaß macht.

Fazit:

Bereue ich es im Kino gewesen zu sein? Auf keinen Fall. Ist es ein mieser Film? Auch nicht. Meine Kritik ist Meckern auf sehr hohem Niveau, aber die Messlatte ist von Marvel selber so hoch gesetzt worden. Ant-Man hat irgendwie Spin-Off Charakter, er ist nicht grottig, aber auch nicht der Oberhammer, er ist eben Mittelmaß im Marvel Cinematic Universe.
Dass er nicht Teil der Phasen ist, wie von Kevin Feige gesagt, kann ich nachvollziehen, da er sich nicht in die großen Storylines wie die Infinity Gems oder den kommenden Civil War einfügt. Es gibt natürlich Hinweise, aber nicht in der Form wie zum Beispiel das Auftauchen eines Gems oder die Enttarnung von Hydra. Ganz zum Schluss steht da „Ant-Man will return“, das mag sein, aber ich glaube nicht an einen Solofilm, eher in einem Team.


Update: Offenbar war von Kevin Feige damals nicht gemeint gewesen, Ant-Man gehöre nicht zur Phase 2. Jedenfalls finde ich die Äußerung nirgends mehr. Dennoch steht Ant-Man ein wenig außen vor, wie ich finde.

Sonntag, 22. März 2015

Ach ihr wolltet die ganze Geschichte als LEGO Spiel? Der 2/3 LEGO-Hobbit

Wie allgemein bekannt bin ich ein großer LEGO-Fan und ich fiebere auch jedem neuen Spiel der TT-Lizenz-LEGO-Serie entgegen.

So war das auch im vergangenen Jahr, als ich nach langem warten endlich LEGO The Hobbit installieren konnte.

Über dieses Spiel

Fordere das Verlorene Königreich Stein für Stein zurück. Begleite Bilbo Beutlin, Gandalf, Thorin und seine Zwergengemeinschaft auf einem epischen Abenteuer durch ganz Mittelerde und erobere im bislang umfangreichsten LEGO-Spiel den Einsamen Berg zurück.

• Kämpfe gegen gefräßige Trolle, gefährliche Orks und viele weitere Gegner
• Kombiniere die einzigartigen Fähigkeiten der Zwerge, um Rätsel zu lösen – oftmals mit urkomischen Ergebnissen!
• Entdecke legendäre Orte in Mittelerde – vom Auenland über Orkstadt und darüber hinaus


So konnte man damals schon im Steamshop lesen. Dass das Spiel eine Überraschung bereit hält, wird an keiner Stelle verraten. Man hat den Eindruck das gesamte Abenteuer aus den 3 Hobbitfilmen in beliebter LEGO-art erleben zu dürfen.

Als dann unvermittelt der zweite Film mit dem Cliffhanger endet, in dem Smaug auf Esgaroth zufliegt und man nach dem Zwischenabspann vergeblich nach dem Rest der Geschichte sucht, dämmert es einem, dass man nur 2/3 der Geschichte bekommen hat. Das empfand ich damals als ziemlich frustrierend und hat mir persönlich auch die Motivation geraubt das Spiel auf 100% zu spielen, wie ich es bisher mit vielen LEGO-Games getan habe.

Eine schnelle Internet-Recherche ergab, dass man den 3. Film als DLC nachliefern wird. Das war zwar blöd, aber da der letzte Hobbitfilm damals noch nicht erschienen war, konnte man es einsehen.
Was nun folgte waren 11 Monate Schweigen im walde seitens des Spieleentwicklers. Der letzte Film der Trilogie kam und ging, sowohl Warner als auch TT-Games wurden mit Anfragen der Fans überhäuft, aber es gab keine Antwort.

Heute wurde ich auf einen Artikel von Gamespot aufmerksam gemacht vom 13. März in dem Warner Bros lapidar darauf hinweist, dass das Spiel eine tolle Art präsentiere Mittelerde zu erleben und das Spiel hervorragend den Weg bereite, um sich das Ende im Film anzuschauen. Man plane keine DLC zum letzten Film.

Mit anderen Worten: Ihr wollt das Ende der Geschichte? Schaut euch halt den Film an.

So geht man also mit zahlenden Kunden um, zuerst verkauft man ein Spiel, das nicht die komplette Geschichte erzählt ohne explizit darauf hinzuweisen, verspricht das Ende nachzuliefern und nach fast einem Jahr wird man derart abgefertigt. Die Adjektive, die mir zu einem solchen Verhalten einfallen würden ganze Bücher füllen.

Fans der LEGO-Version haben indes eine Petition ins Leben gerufen. Ich habe ebenfalls unterzeichnet.

Ich fühle mich absolut verarscht und finde es einfach zum Kotzen wie man glaubt mit langjährigen Fans und Käufern umgehen zu können.

Dienstag, 10. Februar 2015

Welcome home, Spider Man!

Wie ihr sicher schon mitbekommen habt, ist es zwischen den Marvel Studios und Sony zu einer Einigung gekommen und man bringt den Netzschwinger Spider-Man nun endlich ins MCU ein, wobei jedoch Sony die Rechte behalten wird und die Solofilme produziert.

Zunächst will man Spider-Man in einem der kommenden Marvel CU Filme auftreten lassen, was laut meiner Vermutung wohl Captain America: Civil War sein wird. Anschließend geht es mit einem Solofilm von Sony weiter.

Amazing Spider-Man Darsteller Andrew Garfield wird nicht mehr in der Rolle des Spider-Man zu sehen sein, man wird also die Reihe rebooten.

So viel zu den Fakten, nun kommen meine Spekulationen und Ansichten dazu:

Also mich freut es, dass man den ollen Netzschwinger ins MCU bringt, er ist immerhin einer der populärsten Marvelhelden.

Dass man aber Garfield raus kickt leuchtet mir persönlich nicht ganz ein. Auch wenn Amazing Spider-Man 2 seine Probleme hatte und hinter den Erwartungen zurück blieb, verstehe ich die Notwendigkeit eines Reboots nicht ganz. Oder muss man rebooten, weil sonst die vorherigen Filme Teil des MCU würden und das irgendwelche Rechte verletzte?

Mein Tipp für das erste Auftreten von Spider-Man ist definitiv Captain America: Civil War, alles andere halte ich für unsinnig. Doktor Strange kommt ein halbes Jahr nach Cap 3, was ich ein bisschen spät fände und Guardians of the Galaxy 2 kommt erst 2017 und spielt hoffentlich erstmal noch weit weg von der Erde und deren Helden. Ich habe nichts gegen die Erde und die Helden darauf, aber ich würde es besser finden, wenn man die Guardians erst noch ein wenig weiter das Universum erkunden lässt, statt sie gleich im zweiten Film zu den bekannten Helden zu bringen.

Mein Kollege Watchman hat in seinem Artikel über das Thema seine Zweifel am Sinn des Titels von Captain America: Civil War geäußert. Dazu kann ich nur sagen, es kommt ja darauf an auf wen der Focus im Film liegt, im Comicevent war kein klarer Focus auf einen bestimmten Helden gesetzt, es war ja ein Megacrossover, aber wenn man den Focus auf den Cap legt, dann würde der Titel schon passen. Und bitte liebe Marvel-Leute lasst Spider-Man nicht mit dem Kostüm aus den Civil War Comics auftreten, das war.... na ja....ihr habt es nicht umsonst wieder geändert, oder?

Alles in allem bin ich von der Sache ziemlich begeistert. Auch bin ich mal gespannt wo uns der gute Professor Xavier begegnen wird, denn nachdem Patrick Steward vor kurzem gesagt hat, dass er nicht in X-Men: Apocalypse dabei sein wird, ließ er gestern verlauten, dass Ian McKellen sehr wohl dabei ist und er an einem unerwarteten Ort auftauchen wird.


Am wahrscheinlichsten halte ich es, dass er überraschend im Fantastic Four Reboot auftaucht, immerhin handelt es sich hierbei auch um eine Produktion von 20th Century Fox, aber ein Cameo im MCU...? Man wird ja wohl noch träumen dürfen.

Samstag, 24. Januar 2015

DC - Filme kennen ihre Schurken nicht.

Gerade habe ich gelesen, dass es ein Gerücht geben soll nach dem General Zod im kommenden Film Batman v Superman auftauchen soll. Wie auch immer das möglich ist. Das Gerücht besagt jedoch auch, dass es nur seine Leiche sein soll, die von Lex Luthor untersucht wird, wer weiß.

Das bringt mich allerdings auf einen Punkt, der mich seit langem an Superman stört, besser gesagt an dessen Verfilmungen. Irgendwie scheint es in 77 Jahren nur 2 große Gegner für den Mann aus Stahl gegeben zu haben, General Zod und Lex Luthor. Jedenfalls erweckt die Auswahl der Gegner der Vergangenheit und der Gegenwart diesen Eindruck.

Ich habe nichts gegen Zod und auch nichts gegen Lex Luthor, aber es wäre doch mal schön, wenn ein paar andere Superman-Gegner mal auftauchen würden. Der einzige, der dem hungernden Fan immer wieder Gerüchteweise hingehalten wird ist Doomsday, aber was ist mit Brainiac, Darkseid, Parasite, dem Cyborg, Metallo? Man muss ja nicht gleich Mister Mxyzptlk nehmen... obwohl... witzig wäre es..., aber ein wenig mehr Abwechslung wäre wirklich mal nett.

Bei Batman sieht es nicht ganz so einseitig aus, auch wenn der Bane, Joker und Two-Face auch schon zwei Auftritte auf dem Konto haben, aber immerhin hat man hier noch ein bisschen tiefer in die Schurkenkiste gegriffen. Ich hoffe nur, dass man für kommende Batmanfilme andere Gegner nimmt als die üblichen Verdächtigen. Firefly wäre doch mal eine Augenweide für jeden Kinopyromanen oder Clayface.